Ein wichtiger Punkt nach der Rückkehr ist die Versicherung bei einer Krankenkasse. Was ist zu beachten und welche Fälle können auftreten. Im Internet findet man viele unterschiedliche Darstellungen. Wenn man die Krankenkassen nicht absolut genau befragt, kann man nach der Rückkehr im dümmsten Fall ganz ohne Krankenversicherung dastehen und sich auch nicht mehr ohne weiteres krankenversichern. Dies wäre uns fast durch eine telefonische Beratung der Siemens Betriebskrankenkasse passiert. Also am besten alles nur schriftlich geben lassen...
Aber Achtung: nach §9 SGB 5 (fünftes Sozialgesetzbuch) kann man sich jederzeit freiwillig krankenversichern (d.h. ohne vorausgehende Gesundheitsprüfung), wenn man vorher in einer gesetzlichen Krankenkasse Mitglied war und in den letzten 5 Jahren mindestens 24 Monate pflichtversichert war. Klingt gut, ist aber eine Riesenfalle. Denn man muss sich selbst, spätestens drei Monate nachdem man nicht mehr durch seinen Arbeitgeber oder das Arbeitsamt pflichtversichert ist, freiwillig bei der gesetzlichen Krankenkasse versichern. Danach verfällt dieser Anspruch.
Noch schlimmer: bleibt man zu lange im Ausland und ist zwar anschliessend noch für ein paar Monate über das Arbeitsamt pflichtversichert, kann es trotzdem sein, dass man sich anschliessend nicht mehr freiwillig krankenversichern kann. Dann wird es wohl schwierig, oder teuer...
Nachtrag: Die Gesetzeslage hat sich mittlerweile schon wieder geändert: mittlerweile hat jeder Mensch das Recht sich, ab einem bestimmten Stichtag, bei der Krankenkasse zu melden und eine Krankenversicherung abzuschliessen. Kommt man drei Jahre nach diesem Stichtag und meldet sich bei der Krankenkasse, muss man die noch nicht bezahlten und zurückliegenden Beitraege bis zu diesem Stichtag nachzahlen. So haben wir das verstanden. Fakt ist aber, dass man von keiner Krankenkasse mehr abgelehnt werden kann. Das ist neu und macht die Sache etwas einfacher, vorallem braucht man keine Angst zu haben durch irgendeinen Fehler aus dem System herauszufallen und nicht mehr zurückkehren zu können.
Der zweite wichtige Punkt ist die Krankenversicherung für unterwegs. Hier gibt es grosse Unterschiede im Preis, je nachdem in welche Länder man fährt. Es gibt auch Versicherungen, die nach der Rückkehr nach Deutschland noch für ein paar Monate Schutz bieten. Die Unterschiede in der Leistung können wir nicht beurteilen. Wir hoffen, dass die ausgewählte Versicherung im Krankheitsfall auch für die Kosten aufkommt.
Versicherung für unterwegs:
Wir hatten uns Anfang 2005 für eine Krankenversicherung der Gruppe SITE (Services for International Travel & Education) entschieden. Als wir diese Versicherung im Oktober 2005 dann abschliessen wollten, gab es diese schwedische Versicherung nicht mehr. Tja, war wohl zu günstig...
Wir haben uns für das erste Reisejahr über die ISA-Versicherung in Hamburg versichert. Tarif: Jedermensch, Standard - Welt. Der Vertrag ist nach dem ersten Jahr noch maximal um ein weiteres Jahr verlängerbar. Pro Versicherungsfall sind 50 Euro Zuzahlung zu leisten. Die Versicherung kostet im Jahr 384 Euro pro Person. Aber dafür ist pro Erwachsener ein Kind, wenn es bei Abschluss der Versicherung noch unter 4 Jahre ist, kostenlos mitversichert. Bezahlt wurde für ein Jahr im voraus. Zu viel bezahlte Prämien gibt es nur zurück, falls kein Versicherungsfall eingetreten ist (Stand Oktober 2005).
Anschliessend werden wir uns warscheinlich bei der Würzburger versichern. Man erhält über die Linkliste ein entsprechendes Angebot bei Eingabe einer maximalen Reisezeit von 365 Tagen. Kostet dann 0,95 Euro pro Tag. Das ist ohne Selbstbeteiligung und das Günstigste was wir gefunden haben (Stand Oktober 2005).
Kontakte zu Versicherungen findet Ihr in der Linkliste. Wir werden unsere Erfahrungen mit der Krankenversicherung hier offenlegen.